16. Mai 2012: Österreich braucht ambitionierte Energiepolitik mit Weitblick

 

Anlässlich der Veranstaltung „Globales Streben nach zukunftsfähigen Energiestrategien“ am 16. Mai in Wien zeigte DI Josef Plank, Präsident der EEÖ (Verband Erneuerbare Energie Österreich), ganz offen seine Unzufriedenheit mit der österreichischen Energie- und Klimapolitik.

 

Die von der EU für Österreich vorgegebenen und in der ‚Energiestrategie Österreich’ verankerten 34 % erneuerbare Energie würden bis 2020 voraussichtlich erreicht. „Aber 45 bis 50 % wären möglich“, sagte Plank, „und würden Österreich einen enormen wirtschaftlichen und ökologischen Vorteil verschaffen!" Österreich sei drauf und dran, seine energiepolitische Vorreiterrolle in Europa zu verlieren, wenn es nicht gelinge, konkrete Zielvorgaben, die über EU-Vorgaben hinausgehen, politisch langfristig zu verankern.

 

Es sei weiters ein Schwachpunkt, dass die im März 2010 beschlossene „Energiestrategie Österreich“ nur eine Absichtserklärung von den Ministern Berlakovich und Mitterlehner sei.

 

Nötig wären aber – so Plank weiter – eine breite politische Einigung und ein verbindlicher Plan auf Regierungsebene mit konkreten Zielvorgaben, die politisch-langfristig verankert sind.

Wir brauchen viele solche Mahner wie Herrn Blank.

 

Österreich bekennt sich zwar offiziell zum Klimaschutz und zur Erfüllung der vereinbarten Verträge. Aber dieses Bekenntnis der Bundesregierung ist leider bei weitem nicht so intensiv und konsequent wie z. B. das Bekenntnis zum „Spar- und Konsolidierungspaket“.